Stralsund 2004

Pünktlich gegen Acht ging es am 28. September 2004 unter Leitung des Buspiloten, Herrn Bützow von Becker-Strelitz-Reisen, los in Richtung Stralsund. Das Wetter war zunächst noch trocken und der ziemlich neue Luxusbus machte gute Fahrt.
Neubrandenburg war der einzige grössere Ort, den wir noch durchquerten. Ansonsten gab es nur Umgehungsstrassen. Auch Greifswald blieb "links liegen". Teile der Ostseeautobahn A 20 konnten wir schon benutzen.
Das Meeresmuseum Stralsund war das eigentliche Ziel unserer Fahrt. Es liegt in der schönen historischen Altstadt von Stralsund. Gleich zu Beginn des Rundganges faszinieren die Salzwasseraquarien mit den Bewohnern aus tropischen Regionen. Von diesen Aquarien gibt es eine ganze Reihe, besetzt mit Korallenfischen bis hin zu Haien und Riesenschildkröten.
Am Hintergrund des linken Bildes erkennt man, dass die Baulichkeiten des Meeresmuseums mal eine kirchliche Einrichtung, konkret ein Kloster, waren. Durch eine Stahlkonstruktion in Etagen eingeteilt, wurden die Ausstellungsflächen geschaffen. Auch die Kellergewölbe wurden genutzt. In der Glasvitrine ist das Präparat einer Lederschildkröte ausgestellt, die sich mal in die Gegend von Stralsund verirrt hatte. Als vor Jahren noch eine grössere Fischfangflotte existierte, erhielt das Meeresmuseum von diesen Schiffen oft interessante Beifänge, oft auch noch lebend.
Eine Attraktion des Museums ist das 15 m lange Skelett eines Finnwales. Man hat Mühe, es in einem Stück in den Fotoapparat zu bekommen. Zum Fotografieren: gegen eine kleine Gebühr ist das Fotografieren erlaubt, aber ohne Benutzung des Blitzes. Und das ist auch sicher bei dem Tierbesatz verständlich.
Im Freigelände des Museums findet man noch einen Fischkutter, wie er vor noch nicht allzu langer Zeit verwendet wurde. Nach dem Museumsbesuch geht es zum Mittagessen in den "Ratskeller". Inzwischen hatte sich das Wetter verschlechtert und Regen eingesetzt. Trotzdem fuhren wir über den Rügendamm zu einem Aussichtspunkt auf die "Skyline" von Stralsund. Die Vorbereitungen für eine zweite Brücke über den Strelasund waren schon zu sehen.
Da der Regen ein längeres Verweilen im Freien nicht zuliess, fuhren wir zurück nach Stralsund in den Hafen. Dort lag die bekannte "Gorch Fock". Als Reparationsleistung an die Sowjetuniun geliefert, wurde sie jetzt zurückgekauft. Ihr Zustand ist recht marode, aber in einigen Jahren soll sie wieder die Meere durchkreuzen. Sie konnte besichtigt werden.
Hier die Kapitänskajüte. An Bord befanden sich noch alle Dinge so, wie sie vor dem Kauf genutzt wurden. In der Kapitänskajüte waren im Bücherschrank noch die Bücher in russischer Sprache. Eine kleine Ausstellung dieser Dinge konnte ebenfalls an Bord besichtigt werden. Im Regen ging es dann zum Kaffeetrinken. Einige unserer Mitglieder nutzten noch die Gelegenheit, die gewaltige Nikolaikirche zu besuchen, in der zur Zeit umfangreiche Restaurierungsarbeiten stattfinden. Trotz des ab Mittag nicht so sehr schönem Wetter waren sich die Teilnehmer an unserer Herbstfahrt einig, dass es wieder ein gelungener Ausflug war.

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